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Bang! Bang!

Kreuzberg, Du Nabel Der Welt

Da bin ich gerade verstrahlt in Richtung Viktoriapark gelaufen um mich dort  mit meinem Kater ein Wenig in der Sonne zu bemitleiden, da ist mir zum ersten mal eine Gedenktafel aufgefallen: In der Methfesselstraße 7 und 10 baute Konrad Zuse seine Rechenmaschinen Z1 bis Z4 und nahm den ersten Computer der Welt, die Z3, in Betrieb.

Als ich diese Tafel las lief mir schon ein kalter Schauer über den Rücken und ich hatte Gänsehaut. Jetzt wohne ich schon vier Jahre hier in der Gegend und latsche im Sommer mehrfach die Woche an dieser Gedenktafel vorbei und es braucht bis Heute, um festzustellen, dass ich quasi in direkter Nachbarschaft  des Ortes wohne an dem der ganze IT-Quatsch seinen Ursprung hatte. Toll.

Kreuzberg ist wirklich der Nabel der Welt und ich mitten drin. Toll!

Amerikas Meistgehasste Familie

Einer Empfehlung von Raul folgend, habe ich mir auf Youtube die BBC-Produktion “Americas Most Hated Family” angesehen. Gut, der Komfort war nicht der größte, ich musste sie mir in acht Einzelteilen ansehen, dafür war der Eindruck den die Sendung auf mich hinterließ umso größer. Der BBC-Reporter Louis Theroux lebt eine Zeitlang bei der Phelps-Familie um herauszufinden, was diese religiösen Fanatiker antreibt. Ich war erschüttert, eigentlich kann ich auch sagen ich bin es noch.

In der Sendung zeigen sich die Phelps als strahlende Leuchtfeuer des Hasses. Es fällt mir schwer zu verstehen, wie Menschen einen solchen Hass auf eigentlich alles entwickeln können. Das schlimmste allerdings ist, wie die Kinder der Familie bereits im jüngsten Alter indoktriniert werden. Den Kindern, die das Pech hatten in diese Familie geboren werden, wird jede Möglichkeit genommen halbwegs normal am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Armen. Man kann die Sendung auch als flammendes Plädoyer für die allgemeine Schulpflicht und gegen Homeschooling begreifen.

Die Sendung kann man sich hier ansehen.

Update: Der Youtube-Link funktioniert nicht mehr, Bei Google Video kann man sich den Film jedoch noch komplett ansehen. Ist immer noch beeindruckend.

Früher War Alles Besser

Gerade aus meinem Fortune gefallen:

Sendmail may be safely run set-user-id to root.

Eric Allman Sendmail Installation Guide

Ich habe schallend gelacht. Bin dabei wohl etwas aufgefallen, den Blicken nach zu urteilen, die ich mir eingefangen habe. Ach ja. Früher war alles besser.

Das Kerberos-Protokoll

Im Rahmen meines Studiums hielt ich im Kurs Computersicherheit bei Professor Dr. Weis einen einführenden Vortrag über das Kerberos Protokoll. Da ich mit dem in diesem Zusammenhang entstandenem Artikel recht zufrieden bin, veröffentliche ich ihn an dieser Stelle. Die Latex-Quellen stelle ich auf Anfrage gerne zur Verfügung. Außerdem bin ich für alle Anmerkungen und Korrekturen dankbar.

Das Dokument  ist unter der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 Germany License veröffentlicht

Der Artikel ist hier als PDF-Dokument herunter zu laden: kerberos.pdf

Being Human

Ich habe ferngesehen: Die letzte Folge der ersten Staffel der  BBC 3 Produktion Being Human wurde Gestern ausgestrahlt. Entwickelt von Toby Whitehouse, der schon für das von mir sehr gemochte Dr. Who-Spinnoff Torchwood Drehbücher schrieb. Die Serie begleitet drei scheinbare Mittzwanziger dabei, wie sie versuchen sich trotz ihrer jeweiligen Behinderungen ihre Menschlichkeit zu bewahren. Ein Unternehmen, das nicht ganz einfach ist da sie dummerweise Geist, Vampir und Werwolf sind. Hinzu kommt, dass die alten Vampir-Kumpels von Mitchell dabei sind, das nächste große Ding zu planen.

Die Geschichte an sich ist recht spannend, wenn sie auch nicht das Beste ist, was ich an Horror, oder besser: Gruselgeschichten, je gesehen habe. Was die Serie aber wirklich großartig macht ist wie Whitehouse die Charaktere aufbaut: Getrieben von dem Verlangen, das was ihnen von ihrer Menschlichkeit geblieben ist zu bewahren, arbeiten Mitchell und George (der Vampir und der Werwolf) für den gesetzlichen Mindestlohn als Hilfskräfte im Krankenhaus. Sie sind auf der Suche nach Nähe von “normalen” Menschen, aber immer auch voller Angst davor, die Leute deren Nähe sie zulassen durch ihre “Behinderung” zu verstören, oder schlimmer: Bei der Entdeckung aus dem Ort getrieben zu werden. In dieser Grauzone zwischen Angst und Hoffnung bewegen sie sich, stehen irgendwie außerhalb der Gesellschaft immer von der Idee beseelt, dass alles irgendwie besser werden wird.

In diesem Spannungsfeld beschäftigt sich die Serie damit, was es eigentlich heißt Mensch zu sein. Ohne dabei langweilig oder moralisch zu werden. Eine große Leistung der Drehbuchautoren.

Die Dialoge sind, wie schon bei Torchwood, pointiert und irgendwie “tiefgreifend”. Die Charaktere sind glaubhaft, selbst die Phantasiegestalten erscheinen nicht unnatürlich, Sie sind halt Paranormal. Andere Leute haben Blasenkrebs. Auch das Austauschen vieler Schauspieler, nach dem Pilotfilm hat der Serie überraschenderweise gut getan. Gerade Annie (der Geist) wird durch Lenora Crichlow glaubhafter. Ich bin mir nicht sicher, vielleicht war es der nordenglische Akzent ihrer Vorgängerin, der mich störte. Tollerweise hat die BBC eine zweite Staffel angekündigt.  Genauso, wie wohl eine dritte von Torchwood. Ich freu’ mich.

Um es kurz zu machen: Dies ist eine tolle Fernsehproduktion, die ich voll und ganz empfehlen kann. Warum bekommt das deutsche Öffentlich-rechtliche Produktionen in dieser Qualität nicht hin?

Lieblingsmusik 2008

Jahresende ist immer Zeit für Rückblicke. Meine Lieblingsalben dieses Jahr, nicht unbedingt in Reihenfolge:

Mir fällt auf: 1. Fast alle kommen von der Insel und 2. Ist die Liste ja schon etwas, auf das sich die Indie-cool-Posse vermutlich einigen kann. Tja.